Bild Menschen

Unser Leitbild

job.sozial ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Awocado Service gGmbH und des Herbergsvereins Wohnen und Leben e.V. mit den Trägerorganisationen AWO und Diakonie.

 

Vision – Identität – Werte – Glaubenssätze

1. Wir etablieren job.sozial als eigenständige Marke in der Berufshilfe und sind auf Dauer einflussreiche Mitgestalterin des regionalen Berufshilfemarktes. Wir kämpfen mit Kompetenz und Leidenschaft für neue Beschäftigungs- und Bildungsmodelle für Frauen und Männer. Wir fordern Unterstützung von Arbeit, Bildung und lebenslangem Lernen. Zur Erreichung dieser Ziele sind wir auch unternehmerisch tätig, zum einen, um einen Selbstfinanzierungsbeitrag für unsere Arbeit zu leisten und zum anderen, um eigene Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote unterbreiten zu können. Mit unseren unternehmerischen Aktivitäten konzentrieren wir uns zunächst auf die Region Lüneburg.

 

2. Wir gestalten aktiv die Umsetzung der regionalen Arbeitsmarktpolitik, indem wir sinnvolle Betätigungsfelder entwickeln und realisieren. Insbesondere geben wir Arbeitsgelegenheiten einen Sinn.

 

3. Wir  wollen gemeinsam mit unseren Trägerorganisationen Einfluss nehmen auf die gesellschaftliche Entwicklung, indem wir öffentlich auf die Notwendigkeit der Schaffung von Alternativen auf dem Arbeitsmarkt hinweisen und Möglichkeiten hierfür aufzeigen.

 

4. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Maßnahmen und Angebote. Die Gesellschafter und die Gesellschaft selbst verfügen über besondere Erfahrung und Kompetenz in der Arbeit mit:

  • langzeitarbeitslosen Erwachsenen in belasteten Lebenssituationen,
  • Erwachsenen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten,
  • Jugendlichen und Jungerwachsenen ohne ausreichende Schulbildung und ohne Berufsqualifikation,
  • abhängigkeitserkrankten und mehrfach beeinträchtigten Personen,
  • insbesondere mit alkoholkranken und heroinabhängigen substituierten Menschen,
  • Menschen mit einer chronifizierten seelischen Erkrankung und Behinderung,
  • Patienten des Maßregelvollzugs.

 

Bei anderen Problemkonstellationen und Beeinträchtigungen arbeiten wir in einem Kompetenznetzwerk der Region und bündeln eigene und Ressourcen anderer.

Ein Handicap ist kein Hindernis. Wir suchen nach Möglichkeiten, Menschen mit Einschränkungen und Benachteiligungen besser zu integrieren.

 

5. Bei der Entwicklung marktfähiger Leistungen orientieren wir uns an den Bedürfnissen und Anforderungen gegenwärtiger und potenzieller Kunden.

 

6. Wir sind in unserer Arbeit durch ein humanistisches Menschenbild geprägt, das auf jüdisch-christliche Traditionen und die Geschichte der Arbeiterbewegung fußt. Dabei kommt es uns darauf, wie wir tun, was wir tun. Einerseits erweist sich uns die Ebenbildlichkeit des Menschen in Gott, andererseits gereicht uns die Idee des freiheitlich-demokratischen Sozialismus als Orientierungen gemeinsamer Werte: Solidarität und Toleranz, Freiheit und Überwindung von Gewalt, Gleichheit und Gerechtigkeit, Würde und Ermutigung.

 

7. Wir stehen dem Kapitalismus als ökonomischer Rationalität kritisch gegenüber. Insbesondere lehnen wir seine ideologische Entgrenzung und Verabsolutierung ab. Wir folgen dem Gedanken nachhaltiger Entwicklung, d.h. einer „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“ (Brundtland-Bericht). Das wirtschaftliche System braucht seine normative Eingrenzung durch soziale und ökologische Standards. Dabei gelten die Grundsätze

  • der universellen Bestimmtheit der Erdengüter für alle Menschen und deren Erhaltung auch für nachfolgende Generationen,
  • der Forderung nach wirtschaftlicher, sozialer und politischer Partizipation für alle Menschen,
  • der vorrangigen Option für die jeweils Armen und Benachteiligten einer Gesellschaft.

 

8. Wir setzen uns für gesellschaftliche und persönliche Beziehungen ein, die Solidarität und Eigenverantwortung gleichermaßen verwirklichen. Wie jeder Einzelne für das Ganze,  so sind auch alle für den Einzelnen verantwortlich. Solidarität des Handelns, Interessensolidarität und Solidarprinzip sind auch heute gültige Prinzipien einer sozialen Gesellschaft.

 

9. Wir verfolgen eine Strategie der Inklusion. Ausgehend von der Ungleichheit der Menschen, ihrer Lebensverhältnisse, Orientierungen und Bedürfnisse erkennen wir die Verschiedenheit an und begreifen sie als Bereicherung. Wir üben in der Begegnung Wertschätzung und Respekt.

 

10. Wir unterstützen durch unser Handeln den Anspruch des/der Einzelnen auf Chancengleichheit und Gerechtigkeit. Durch unsere Angebote leisten wir einen Beitrag zum Ausgleich von Benachteiligungen, zur gesellschaftlichen Teilhabe und zum Zugang zu Bildung, Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit.

 

11. Unser Umgang mit Partnerinnen und Partnern, Kundinnen und Kunden, Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Maßnahmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist fair und gekennzeichnet durch Achtung und Respekt gegenüber der Person unabhängig von sozialem Status und Rolle, nationaler, religiöser und geschlechtlicher Zugehörigkeit. Dazu gehört auch die Wahrung der wechselseitigen Interessen und ihrer Verträglichkeit.

 

12. Wir schließen strategische Bündnisse und suchen die Zusammenarbeit mit komepetenten Partnerinnen und Partnern, um Kompetenzen zu bündeln, arbeitsmarktpolitische Aktivitäten zu vernetzen und den gesellschaftlichen Nutzen unseres Wirkens zu optimieren.

 

13. Wir sind verlässlich nach Innen und Außen und gestalten unsere Kommunikation offen, freundlich, verbindlich und verständlich.

 

14. Wir fördern und fordern. Gerechtes Fordern vermeidet Überfordern und will Erfolg erzielen. Fordern ist nicht Strafen und Ausschließen, sondern weckt das Potenzial. Gerechtes Fördern erkennt und setzt in die Fähigkeiten des anderen nach seinen Möglichkeiten. Damit setzen wir auf Strategien des Empowerments.

 

15. Die Mitarberinnen und Mitarbeiter, Leitungskräfte und Geschäftsführungen von job.sozial bilden eine leistungsstarke Organisation, die gerne Verantwortung übernimmt und gestaltend handelt. Wir sind offen für Neues und unterziehen unsere Arbeit einem ständigen Reflexions- und Verbesserungsprozess, der auch die Genderperspektive kontinuierlich berücksichtigt. Wir bauen neue Arbeitsgebiete auf und erschließen Fördermittel. Hierbei bündeln wir die kreativen und innovativen Ressourcen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und verfolgen gleichzeitig das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe der Geschlechter am Arbeitsleben. Professionalität im Handeln und die dynamische Weiterentwicklung der eigenen Strukturen im Sinne einer lernenden Organistaion sind Kern unseres Selbstverständnisses.

 

16. Wir leisten Qualitätsarbeit. Anregungen und Beschwerden sehen wir als Chance, uns zu verbessern. Wir wollen zufriedene Kundinnen und Kunden.

 

17. Wir gestalten aktiv die Einwanderungsgesellschaft, indem wir interkulturelles Miteinander fördern.


Ziele – Tätigkeiten – Fähigkeiten

18. Über den Erhalt und Ausbau der job.sozial auszeichnenden Anpassungsfähigkeit und der daraus resultierenden (öffentlichen) Wahrnehmung als führender Partner für die Umsetzung innovativer Projektarbeit, streben wir die fortschreitende Verstetigung unseres Unternehmens an.

 

19. Nach Möglichkeit wollen wir die Positionierung unserer Trägergesellschaften am Markt unterstützen und ausbauen helfen. Dazu wollen wir den Grad der Zufriedenheit unserer Kooperationspartner dauerhaft auf hohem Niveau erhalten und unsere Position im regionalen Berufshilfemarkt weiter behaupten sowie langfristig sichern.

 

20. Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis zur Erreichung unserer Organisationsziele. Wir beteiligen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen. Wir schaffen motivierende Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen, setzen auf Eigenmotivation und Gestaltungswillen, streben eine leistungsgerechte Entlohnung und die Schaffung längerfristiger Beschäftigungsverhältnisse an, fördern die berufliche Weiterbildung und wollen unsere Kompetenzen und die Möglichkeiten unserer Trägerorganisationen nutzen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

 

21. Die betriebswirtschaftliche Zielsetzung unserer Organisation beinhaltet neben der Aufrechterhaltung einer soliden wirtschaftlichen Basis eine Steigerung der selbsterwirtschafteten Erlösanteile. Wir überprüfen fortlaufend die Möglichkeiten, unsere Aktivitäten auch auf andere Geschäftsbereiche zu erweitern, die wir im Einklang mit unserem Selbstverständnis, mit unseren Fähigkeiten und Ressourcen qualitativ hochwertig bedienen können.

 

22. Wir gestalten die Steigerung der Passgenauigkeit unserer Plazierungen, Fördermaßnahmen und Vermittlungstätigkeiten als stetigen Prozess, in enger Kooperation mit unseren Partnerinnen und Partnern. Dazu wird die Vielfalt und die Qualität der Einsatzmöglichkeiten für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer fortlaufend weiter entwickelt, auch im Sinne der Unterstützung von Gemeinwesenaktivitäten.

 

23. Wir unterstützen und begleiten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuell in ihrer Tätigkeit und bei der persönlichen Standortbestimmung. Wir fördern nach Möglichkeit ihre Aktivitäten zur Verbesserung ihrer Integrationschancen in gesellschaftliche/soziale Bezüge und den Arbeitsmarkt und stärken ihr Selbsthilfepotenzial. Gemeinsam mit ihnen führen wir eine persönliche berufliche Standortbestimmung durch, um zu einer realistischen Berufswegeplanung zu gelangen. Hierzu fördern wir individuelle Lern- und Entwicklungspotenziale, klären soziale Kompetenzen ab, berücksichtigen Lernbeeinträchtigungen und ermittleln gesundheitliche Beeinträchtigungen. Wir organisieren die Hinführung zu beruflichen Integrationsmaßnahmen und vermittleln bei entsprechender Eignung in Ausbildung oder Arbeit oder in andere Angebote der sozialen oder medizinischen Versorgung.

 

Neben der Vermittlung in Arbeitsgelegenheiten bei anderen Einsatzstellen bieten wir eigene Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Unser Leitbild als pdf.

 

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